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Urlaub mit Kind

20.07.2022 12:29

Urlaub! Worauf ich mich früher immer sehnsüchtig gefreut habe, ist mit Baby zum Damokles-Schwert mutiert. Da sie kurz vor dem Beginn der Corona Pandemie geboren wurde, war meine Tochter Anni schon 1 ½ Jahre alt, als wir im Sommer 2021 das erste Mal mit ihr in den Urlaub gefahren sind. Und dann ging es zum ersten Mal auch nicht an den Strand sondern ab in die Berge Wandern mit der Familie in Berchtesgaden.

Da wir also in jeglicher Hinsicht ahnungslos waren, haben wir uns um Bekanntenkreis beraten lassen und Koffer gepackt. Die Packliste für Anni sah ungefähr so aus: 

  • Lange Kleidung
  • Kurze Kleidung
  • Badesachen
  • Sonnencreme
  • Sonnenhut
  • Kraxe (geliehen von Caro)
  • Trage (sicherheitshalber, die Kraxe hatten wir vorher noch nicht ausprobiert & wussten nicht, ob sie gerne darinsitzt)
  • Tragejacken für meinen Mann & mich
  • Kinderwagen
  • Turnschuhe
  • Sandalen
  • Windeln
  • Regenjacke

Eine ellenlange Liste. Man kann sich vorstellen, dass unser Golf am absoluten Limit war. Vor Allem Kraxe und Kinderwagen waren wirklich schwer unter zu bringen. Und letzten Endes hätten wir sie uns sogar sparen können. Am ersten Tag haben wir zwar eine „kinderwagengerechte“ Wanderung zu einer tollen Hängebrücke gemacht, allerdings hat letzten Endes mein Mann unsere Tochter fast komplett getragen, und sie auch nur in seinem Arm geschlafen hat statt im Kinderwagen. Und nein – wir hatten natürlich weder Trage noch Kraxe zur Sicherheit eingepackt. Den Großteil des Tages habe ich also einen leeren Kinderwagen geschoben und er ein quengeliges Kleinkind abwechselnd auf den Schultern oder dem Arm getragen. Man kann sich vorstellen, wie anstrengend das bei 30°C gewesen ist.

Nach einem Tag Wander-Pause an dem wir in einem nahegelegenen Freibad waren (das Kind ist übrigens prompt in eine Biene gestiegen... yeah) haben wir es dann wieder gewagt. Dieses Mal war das Wetter nass & kühl und wir wollten eine Klamm erkunden. Den Kinderwagen haben wir dieses Mal direkt im Hotel gelassen & haben uns mit der Kraxe auf den Weg gemacht. Klüger als auf unserer ersten Wanderung, aber noch nicht ganz klug genug. Unsere Tochter fand die Kraxe zwar super, aber erstens war es gar nicht so einfach sich damit durch die enge Klamm zu manövrieren, mein Mann ist des Öfteren an Felsvorsprüngen oder seitlich hängen geblieben. Zweitens mussten wir, wenn sie eingeschlafen ist, immer irgendein Tuch oder ähnliches unter ihren Kopf stopfen, damit sie nicht krumm & schief in der Kraxe hängt. Und drittens war sie nicht vor dem Sprühwasser von dem Wasserfall in der Klamm und auch nicht vor dem Regen geschützt. Sie hatte zwar eine dünne  Regenjacke an, aber ich hatte im höchsten Sommer natürlich nicht an eine Buddelhose und Gummistiefel gedacht. Ihre Beine und ihr Kopf waren dann eher ungeschützt, während mein Mann und ich in unseren mamalila Jacken schön trocken geblieben sind. Mal wieder so ein #momoftheyear Moment :D Im Nachhinein wäre sie in der Trage unter meiner Jacke oder der meines Mannes schlichtweg besser aufgehoben gewesen und hätte vom Rücken aus genauso gut sehen können. Und durch die Klamm wären wir auch leichter gekommen. Mein Mann hatte anfangs auch etwas mit der ungewohnten Gewichtsverteilung zu kämpfen, da die Kinder in der Kraxe so hoch sitzen und sein Schwerpunkt sich dadurch so verändert hat. Den Rest des Urlaubs haben wir dann eher ruhig angehen lassen. Das mit dem Wandern mit Kind üben wir nochmal.

Was ich aber aus meinem ersten Urlaub mit Kind mitgenommen habe:

  • Nicht zu viel planen, lieber am Tag vorher entscheiden was man am nächsten unternimmt
  • Flexibel sein: besonders wenn die Kids schon ihren eigenen Kopf haben
  • Für die Autofahrt: fahren wenn die Eltern noch wach sind, das Kind aber zumindest teilweise schläft
  • Nie die Reiseapotheke vergessen – und wenn es für einen Bienenstich ist
  • Auch wenn die Kinder theoretisch alt genug für die Kraxe sind: überlegen, ob die Trage nicht doch die bessere Wahl ist, vor allem wenn es eng wird oder Wetterschutz nötig ist
  • Den Kinderwagen möglichst zuhause lassen, er nimmt einfach unheimlich viel Platz weg.

Alles in Allem war der Urlaub aber wirklich toll. Man hat gemerkt wie sehr es Anni genossen hat, dass Mama und Papa beide den ganzen Tag mit ihr verbringen. Kein Haushalt, keine Arbeit – 100% Familie. Ich hatte auch das Gefühl, dass es ihr für ihre Entwicklung ganz viel gebracht hat. Nach den 5 intensiven Tagen war sie noch aufgeweckter, offener und irgendwie selbstbewusster.


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